
Torsten Mauls künstlerische Praxis ist geprägt von der Auseinandersetzung mit Materialität, Transformation und kontrolliertem Zufall.
Seine Arbeiten in der Tradition der asiatischen Lackmalerei, deren aufwendige Schicht- und Schleifverfahren er in eine eigenständige zeitgenössische Bildsprache überführt, bestechen durch brillante Farbigkeit und ein spannungsvolles Lichtspiel.
Auf Bildträgern aus Holz und Schiefer verbindet Maul Lack mit Materialien wie Blattgold, Blattsilber, Perlmutt und Eierschale. Durch wiederholtes Auftragen, Schleifen, Freilegen und Überarbeiten entstehen komplexe Oberflächen, in denen sich der Entstehungsprozess des Werkes materiell einschreibt.
In der Werkgruppe „Beschuss“ wird die physische Veränderung des Bildträgers selbst zum künstlerischen Verfahren. Durch gezielte Einschüsse entstehen Brüche, Öffnungen und Verletzungen, die anschließend teilweise weiterbearbeitet, hervorgehoben oder in die Komposition integriert werden. Der destruktive Eingriff markiert dabei nicht das Ende des Werksprozesses.



















